Komet ISON und Merkur am Morgenhimmel

Komet ISON und Merkur am Morgenhimmel

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Komet ISON und Merkur am Morgenhimmel

Am 21. September 2012 wurde ein neuer Komet von russischen Amateurastronomen entdeckt, der den Namen C/2012 S1 (ISON) erhielt. Er wurde als einer der hellsten Objekte am Himmel für das Winterhalbjahr 2013 angekündigt, weil seine Umlaufbahn der Sonne sehr nahe kommt. Er passierte am 28. November 2013 die Sonne in nur 1,17 Mio. Kilometern Entfernung, bei dem sich der Kern aufgrund der großen Hitze größtenteils auflöste. Der sonnennächste Planet Merkur umkreist das Zentralgestirn mit einem Abstand von 58 Mio. km. Erst am 14. November 2013 wurde ein stärkerer Helligkeitsanstieg des Kometen nachgewiesen. Davor war er mit bloßem Auge von anderen Sternen nicht zu unterscheiden. Der Komet ISON konnte, bevor er den sonnennahsten Punkt erreichte, nur kurz vor Sonnenaufgang beobachtet werden.
Am Mittwoch, den  13. November 2013 war es in den frühen Morgenstunden klar und wolkenfrei, so dass ich kurz vor 5 Uhr morgens aufstand, um ihn zu beobachten und zu fotografieren. In den Borgfelder Wümmewiesen konnte ich - mit freiem Blick nach Osten - ohne störendes Mondlicht neben dem Planeten Mars die Sternbilder Löwe und Jungfrau deutlich erkennen. Ich machte eine Reihe Fotos von dieser Himmelsregion. Darauf ließen sich vom Kometen ISON ein kleiner Schweif und ein grünes Zentrum nachweisen. Gegen 6.10 Uhr, als der erste helle Schein der Morgendämmerung über dem Horizont zu sehen war, kam das Weitwinkelobjektiv zum Einsatz, um die oben gezeigte Stimmung einzufangen. Inzwischen war der Planet Merkur knapp über dem Horizont aufgegangen. Trotz der hohen Luftfeuchtigkeit, die das Objektiv beschlagen ließ, war die Sicht so klar wie schon lange nicht mehr.

Sternbilder Jungfrau, Rabe und Becher
mit Komet ISON und Planet Merkur in den Borgfelder Wümmewiesen.
Canon 1000D(a), Sigma f/3,8 18-125mm (18mm), 2 x 8s.

© Fotos und Text: Jürgen Ruddek (AVL)

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